Parasiten
 
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KURZINFO

Jeder noch so gut gepflegte Hund kann irgendwann in seinem Leben durch Ungeziefer und oder Würmer geplagt werden.

WÜRMER

Spulwürmer
Spulwürmer

Es gibt verschiedene Typen von Würmern welche den Hund befallen können. Am meisten kommen Spulwürmer (Fadenwürmer) sowie Bandwurm aber auch vereinzelt Haken- und Peitschenwürmer vor.

- Spulwürmer sind fadenförmig, relativ klein und haben eine gestreckte Länge von max. 15 cm, ihre Farbe ist weiss oder graubraun. Sie werden manchmal in ganzen Knäueln erbrochen.

- Bandwürmer sind flach, gegliedert und weiss bis cremefarben. Da der Bandwurm sich mit seinen Saugnäpfen am Kopf an der Darmwand des Dünndarms festhält, findet man im Kot kaum ganze Würmer, jedoch erscheinen im Kot ab und zu kleine Wurmglieder welche wie Reiskörner aussehen, diese können auch am After und oder an der Rute kleben bleiben.

- Haken- und Peitschenwürmer kann man nur unter dem Mikroskop feststellen.

Die meisten Hunde kommen bereits mit Würmern auf die Welt. Bereits im Mutterleib werden die Ungeborenen Welpen von unreifen Wurmlarven befallen, diese verlassen das Gewebe der Hündin um durch die Gebärmutter und die Plazenta in die Jungen einzudringen. Dies geschieht auch dann, wenn die Hündin während der Trächtigkeit sorgsam entwurmt wurde. Es gibt auch eine Wurmlarven- "wanderung" in die Milchdrüsen der Mutterhündin aus der sie dann, durch die Muttermilch auf die Kleinen übertragen werden.
Erwachsene Hunde leiden seltener unter starkem Wurmbefall.

Wurmbefall beim Welpen bekämpft man mit regelmässiger Verabreichung eines vom Tierarzt verschriebenen Wurmmittels. Am besten beginnt man damit Ende der zweiten Woche also mit ca. 14 Tagen und wiederholt dies 14 tägig bis zur 12 Woche. Danach erscheint eine Wurmbekämpfung mit ca. 6 Monaten angezeigt.
Erwachsene Hunde sollten mindestens einmal pro Jahr am besten vor der regel-mässigen kombinierten Schutzimpfung entwurmt werden. Sind Kleinkinder im gleichen Haushalt oder frisst ihr Hund alles was er findet, sollte er öfters eine Wurmkur verabreicht bekommen.

Flohbefall kann auch zu Würmern führen, da diese Träger von Bandwurmeiern sein können. Daher ist es angezeit den Hund auch regelmässig auf Flöhe und Läuse zu untersuchen.

HAUTPARASITEN

FLÖHE:

Floh

Sie haben ihre Hochsaison in den Sommermonaten bis ca. Oktober. Da jedoch der grösste Teil unserer Hunde im Haus lebt, lässt es sich der Floh in der beheizten Stube in den Wintermonaten wohl ergehen. Somit kann dieser lässtige "Hüpfer und Blutsauger" eigentlich das ganze Jahr seiner unangenehmen Tätigkeit folgen leisten.

Flöhe legen bereits nach ca. einem Tag ihre ersten Eier, sie können bis zu 50 Eiern pro Tag legen und sorgen so in ganz kurzer Zeit für tausendfachen Nachwuchs. Der Floh ist ein Ueberlebenskünstler. Er legt seine Eier im Fell des Hundes dieser verstreut sie im ganzen "Haus", nach 10 Tagen schlüpfen bereits die Larven diese verstecken sich in Ritzen und unter Möbeln um sich dann nach bereits 7 Tagen zum ausgewachsenen Floh zu mausern, hier kommt nun aber seine ausgeklügelte Ueberlebensstrategie. Die Larve kann bis zu einem Jahr in ihrem Kokon überleben um Ihre passende Gelegenheit abzuwarten dabei reagiert sie auf Druck und Körper-wärme. Nun wird der Floh mit einem entschlossen Sprung sein Wirtstier erobern und der Kreislauf beginnt von neuem. Man kann sicher sein, dass auf jeden Floh den man findet, man ganz bestimmt 100 weitere Flöhe auf und in der Umgebung des Hundes antrifft.

Hunde werden vorwiegend vom "Hundefloh" jedoch auch vom "Katzenfloh" als Wirt benutzt.

Dieses Ungeziefer kann beim Hund zu langwährenden und unangenehmen Haut-veränderungen führen.

Durch den Flohbiss kann es zu Juckreiz kommen, dadurch wird der Hund unruhig, beginnt zu kratzen und scheuern was wiederum zu Hautwunden, Haarausfall und Ekzem führen kann. Durch das ständige Blut saugen kann es in schlimmen Fällen zu einer Blutarmut (Anämie) kommen.
Flöhe können auch den bereits oben erwähnen Bandwurm übertragen.

Zur Bekämpfung der sehr lästigen und oft hartnäckigen Flöhe fragen Sie bitte Ihren Tierarzt um Rat. Er kann Ihnen am besten über die neuesten und effektivsten Möglichkeiten Auskunft geben. Ich persönlich benutze Spotons welche je nach Gewicht des Hundes zwischen den Schulterblättern und hinten beim Rutenansatz aufgetragen werden. Diese haben meisten eine Wirkung gegen Flöhe und Zecken und eine Wirkungsdauer von 4 - 6 Wochen, die Hunde können nach ein paar Stunden damit auch baden und sie haben nicht jedesmal wenn sie ihren Hund streichel wollen Kontakt mit dem Insektizied eines Floh-Halsbandes oder Puders.

Es lohnt sich ganz bestimmt dem Flohbefall vorzubeugen, denn eine Behandlung betrifft nicht nur den Hund sondern auch den ganzen Haushalt (Haus, Zwinger, Auto, andere im Haushalt lebende Tiere usw.) und dies wird eine sehr unangenehme und teure Aktion.

 

LÄUSE / HAARLINGE:

Diese treten seltener auf als Flöhe aber mit sehr ähnlichen Symptomen.

 

Zecken im Vormarsch

Zecke
männliche Zecke weibliche Zecke

 

Je nach Temperatur beginnt die Zeckensaison in unserer Region bereits mitte Februar um so richtig im Frühling mit gehäuftem Zeckenbefall aufzutrete. In den heissen Sommermonaten geht der Zeckenbestand stark zurück um im Spätsommer erneut besonders gehäuft aufzutreten.

Wenn der Hund (auch der Mensch) im Buschwerk herumstöbert oder höheres Gras durchstreift, reagiert die Zecke auf dessen Geruch und abstrahlende Körperwärme. Streift das Opfer nahe genug an der Zecke vorbei, packt sie mit den Widerhacken an ihren Vorderbeinen blitzschnell zu und hält sich am Opfer fest. Hier krabbelt sie los und sucht sich bevorzugt eine dünnere Hautstelle. Mit ihrem Mundwerkzeug beisst sie sich nun in der Haut fest.

Männliche Zecken saugen wenig Blut, sind dunkelbraun und ca. 1,5 mm lang. Weibchen sind heller braun etwas grösser und können, vollgesogen mit Blut, ein mehrfaches ihres Körpergewichtes zu nehmen. Sobald sie vollgesogen sind lassen sie sich fallen und legen ihre 1000 - 3000 Eier am Boden. Nun durchlaufen sie verschiedene Stadien von der Larve zu Nymphen um dann wiederum zur Zecke heranzuwachsen. Auch Zeckenlarven haben die Möglichkeit bis zu einem Jahr im Larvenstadium auf ein geeignetes Wirtstier zu warten.

Der Zeckenbiss selbst ist schmerzlos, später beginnt die Bissstelle jedoch zu jucken. Was zur Folge hat dass es zu Hautreaktionen und Symptomen wie beim Flohbefall kommen kann.

Leider kann die Zecke verschiedene zum Teil schwerwiegende Krankheiten über-tragen, beim Tier wie beim Menschen so zum Beispiel

- die Encephalitis, eine Virusinfektion welche eine Hirnhautentzüdung verursacht, auch Frühsommer Meningoencephalitis (FSME) genannt.

- Die Borreliose, eine bakterielle Infektion welche unbehandelt noch nach Monaten zu Spätfolgen mit verschiedenen chronischen Symptomen führen kann wie Gelenksschmerzen, entzündungen des Nervensystems usw.

Zeigen sich auffällige Hautveränderungen auch einige Tage oder gar Wochen später um den Zeckenbiss herum, so sollte man unbedingt einen Arzt beziehungsweise einen Tierarzt aufsuchen.

Beim entfernen einer Zecke sollte nicht mit Gewalt oder mit Oel vorgeganen werden, da hier die Zecke ihr "Gift" in den Kreislauf des Wirten abgeben (erbrechen) kann oder ihr Kopf in der Haut stecken bleibt, was wiederum zu Infektionen führen kann. Am besten benutzt man eine Handelsübliche Zeckenpinzette und sorgt mit, beim Tierarzt bezogenen wirkungsvollen Mittel, einem Zeckenbefall vor. Ihr Tierarzt wird sie gerne aufs beste Beraten.

interessantes Video mit Ton über Zecke


Weitere Infos betr. Zecken sowie Karten mit Situationsplan der gefährdeten Gebiete finden Sie unter:

http://www.zecke.ch
http://www.zeckenbiss-borreliose.de

Spezielle Zeckenseite für Kinder

MILBEN:

Milbe
Räudenmilbe

Sind mikroskopisch kleine, spinnenartige Tierchen welche die Räude verursachen. Die meisten Räudenzustände jucken sehr, sie beginnen meistens am Kopf mit Haut-rötungen, Haarausfall und Krustenbildung. Das Allgemeinbefinden ist infolge Apathie und Juckreiz stark beeinträchtigt und benötigt unbedingt eine tierärztliche Behandlung. Wird dies nicht gemacht kann es zu Todesfällen kommen.

Ohrmilben sind selten, weniger gefährlich aber auch sehr lässtig und werden meist von Katzen übertragen.

 

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